Was muss beachtet werden beim Terrassenunterbau Holz
Frühjahr, Sommer oder Hebst, egal wann man eine Terrasse bauen möchte. Ein Terrassenunterbau Holz gehört einfach dazu. Bis eine Terrasse fertiggestellt ist, vergeht in der Regel eine Menge Zeit.
Hier geht es heute um eine Terrasse aus Holz mit einem Terrassenunterbau aus Holz. Zunächst muss aber eine vernünftige Grundlage für eine Terrasse geschaffen werden.
Die Fläche über der später die Terrasse liegt, sollte eben und mit Sand vorbereitet sein.
Die Grundfläche meiner Beispielsterrasse hat das Maß von 3x5m. H-Anker habe ich insgesamt 18 Stück verbaut und somit eine solide Grundlage für den Terrassenunterbau Holz geschaffen.
Zusammenfassend die Materialien meiner Terrasse:
- H-Anker, wählt die Stärke, die eine ausreichende Tragkraft haben
- Terrassenunterbau Holz 100x80mm
- Rahmenholz/Dachlatten 50x80mm
- Terrassenschrauben (Edelstahl von Spax) habt ihr kein Ärger mit
- Terrassendielen (Empfehlung 28mm stark)
- Abstandshalter zum exakten Positionieren der einzelnen Dielen
- Wetterfeste Gummiartige auflagen, dass das Holz nicht direkt aufeinander liegt, da es sonst zu Staunässe und somit zum frühzeitigen Verwittern kommen kann
- Ausreichend Zement und Kies zum mischen (alternativ kann man auch Fertigbeton kaufen, man benötigt dann aber schon reichlich Sackware)
Wie beginnen wir nun den Terrassenunterbau aus Holz zu bauen?
Im ersten Moment hört sich das vielleicht alles ziemlich Kompliziert an, ist es aber nicht. Es sollten nur ein paar wesentliche Dinge beachtet werden.
Zunächst sollte die Fläche gründlich vorbereitet werden. Das heißt einebnen. Jetzt müssen die
Positionen der einzelnen H-Anker bestimmt werden.
Hierbei sollte beachtet werden, dass die äußeren stützen später nicht sichtbar sind. Also nicht direkt an der außen Kante setzten, sondern etwa 20cm nach innen verlegen.
Jetzt müssen die Positionen der einzelnen H-Anker für den Terrassenunterbau Holz bestimmt werden. Dazu ist genaues arbeiten erforderlich.
Im ersten Arbeitsgang bestimmen wir die 4 äußeren Punkte. Wenn die Terrasse später 4x4m Grundfläche haben soll, werden die Anker auf 3,80×3,80m bestimmt.
Um nun herauszufinden ob die Terrasse im rechten Winkel steht, muss man die Diagonale messen. Ist die Diagonale bei beiden Messungen gleich, ist die Terrasse rechtwinklig.
Die restlichen Pfosten bestimmen
Die H-Anker für den Terrassenunterbau – Holz in einer Flucht bringen. Bei meiner Konstruktion, die Terrasse ist 3x5m, habe ich in Querrichtung drei Pfosten und in Längsrichtung sechs Pfosten gesetzt.
So sollte jeder individuell die Menge an Pfosten wählen die ausreichend für die Tragkraft der gesamten Terrasse ist. Ergo sind das bei meiner Konstruktion 18 Pfoten/H-Anker.
Nun gibt es sicherlich Experten die die Menge an Ankern für übertrieben halten, oder einer anderen Gruppe von Experten vielleicht sogar zu wenig scheinen. Mein erprobter Praxistipp ist der, dass die Terrasse so absolut stabil steht und nicht abgesackt oder sich verzogen hat. – Das ist für mich ausschlaggebend.
Die Anker sollten jetzt, nachdem diese gemessen und die Löcher ausgehoben wurden (mindestens 600mm – Frostfreigrenze) in Beton gesetzt werden. Hier empfehle ich erst die vier Eckpunkte zu setzten, diese aushärten lassen und im Anschluss die restlichen H-Anker einbetonieren.
Diese Arbeiten kann man sehr gut mit einer Schlauchwaage umsetzten, da hier auf größere Distanz gemessen werden muss. Wer es sich zutraut, kann natürlich auch alle Anker auf einmal setzten. Mit einer Richtschnur sollten die Anker in einer Flucht gebracht werden.
Experten hin oder her, weiter mit dem Terrassenunterbau Holz
Sind die einbetonierten Anker ausgehärtet (ca. 1 Woche bei entsprechender Witterung), kann mit dem Terrassenunterbau aus Holz begonnen werden.
Da ich 10ner H-Anker verbaut habe, sollten auch 10ner Konstruktionshölzer verwandt werden. 

Rahmenholz oder Dachlatten der Stärke 80x50mm habe ich dann im Abstand von 300mm quer zu den Konstruktionshölzern verschraubt.
WICHTIG!!!
Alle Hölzer die sich direkt berühren, sollten mit Abstandshalter versehen werden, um ein frühzeitiges verwittern zu vermeiden.
Wenn das Holz des Terrassenunterbaus verschraubt ist, können die Dielen verbaut werden. Auch hier gilt, Abstandshalter zu verwenden, um einmal einen gleichmäßigen Abstand und zum anderen ein verwittern zu verlangsamen.
Die Terrasse kann jetzt mit den gleichen Dielen umrandet werden, damit der Holz– Terrassenunterbau nicht sichtbar ist.
Fazit: Wer einen Terrassenunterbau aus Holz wählt sollte diese Konstruktion schon stabil und nicht sparsam errichten. So hat man sehr lange eine schöne und ansehnliche Terrasse.
Hallo,
eine super Anleitung und werde mir hier viel abgucken. Ich habe aber noch eine Frage:
Wie haben Sie die 8x5cm Hölzer mit den 10x8cm verschraubt?
..“einfach“ eine Schraube von oben durch, das hält auf jeden Fall…
Wir haben gerade unser Haus mit meiner Frau gebaut. Wir werden endlich mit dem Bau unserer Terrasse beginnen. Ich freue mich darauf, Zeit in meinem Garten zu verbringen.
Ein nettes Projekt haben sie da auf die Beine gestellt.
Hätte da noch eine Frage..
Haben Sie zusätzlich zu den Abstandshaltern noch Gummuplättchen/matten benutzt, um ein Gefälle zu erzeugen?
Uns wurde gesagt dies sollten wir unbedingt berücksichtigen, damit sich kein Nässestau bildet.
Viel dank
Grüße
Hallo,
vielen Dank für den Kommentar. Das Gefälle habe ich in der Vor-Konstruktion berücksichtigt, sodass keine Staunässe entstehen kann.
Vg. Der Handwerker
Echt eine schöne Anleitung und es sind alle Arbeitsschritte aufgezählt, die ein Profi auch machen würde.
Ich persönlich würde noch empfehlen, sämtliche verwendenten Hölzer, im vorhinein nochmals mit speziellen Lack zu bestreichen. Besonders in der Nähe vom Boden sind Hölzer anfällig für Schimmel und Ungeziefer.
Hallo Marvin,
danke für das Feedback. Habe ich gemacht, aber irgendwie vergessen zu erwähnen. Aber Danke für den Hinweis.
Vg. Maik – Der Handwerker
Super Anleitung! Danke dafür. War gerade auf der Suche nach einem ähnlichen Unterbau.
Dazu eine Frage: Könnte man die vertikalen Stützen (bei dir aus Holz) auch aus Eisen machen? Was für eine Befestigung würdest du vorschlagen? Nach unten einbetonieren oder? Oben verschrauben? Bin gerade noch am grübeln. 🙂
Danke für deinen Tipp!
Hallo Felix,
danke für das Feedback. Wenn Du die vertikal-Stützen aus Metall machst, würde ich unten eine Platte gegen schweißen und diese auf einen Betonsockel verschrauben.
Meine Empfehlung – nicht einbetonieren! Aber das muss Du dann entscheiden. Sieht aber geschraubt besser aus …
Vg. Maik
Klasse Tipps!
Danke, dass Ihr unsere SPAX empfohlen habt!
Übrigens gibt es noch ein paar weitere Möglichkeiten, z.B. was die Unterkonstruktion angeht, aber auch eine längere Lebensdauer der Terrasse und die unsichtbare und sichtbare Verschraubung: http://www.spax.com/de/heimwerker/#/?a=terrasse
Viele Grüße,
das SPAX-Team
Hallo SPAX-Team,
Qualität empfiehlt man gerne weiter …
Danke für den Kommentar
Lg. Der Handwerker
Vielen Dank – das freut uns besonders. 🙂
Wusstest Du eigentlich, dass SPAX Qualität made in Germany ist? Das hat auch der TÜV zertifiziert (https://www.youtube.com/watch?v=CSuAIUE9Oy8.
LG,
das SPAX-Team