Von Kontrasten und Einheiten: Wie unterschiedliche Holzarten kombiniert werden können
Die meisten Menschen nehmen Holzoberflächen als neutral wahr. Trotzdem müssen sie mit Bedacht eingesetzt werden, denn je nach Farbe und Maserung passen nicht alle Kombinationen gut zusammen. Verschiedene Holzarten so zu verbinden, dass der Stilbruch nicht inkompetent wirkt, ist eine echte Königsdisziplin.
Wie werden Holzarten unterschieden?
Um Hölzer richtig kombinieren zu können, muss man sie zunächst voneinander unterscheiden können. Es gibt dafür verschiedene Merkmale: Zunächst werden die Bäume in tropische Hölzer wie Teak, Mahagoni und Palisander, oder heimische Holzarten wie Lärche, Kiefer und Douglasie sortiert. Später können die Hölzer noch nach ihrer Maserung unterschieden werden, die ebenmäßig oder auffällig sein kann.
Viele Menschen kennen außerdem die Wörter Hart- und Weichholz. Harthölzer mit einer Darrdichte von mehr als 550 kg/m3 sind zum Beispiel Birke, Buche und Eiche. Als weiche und somit elastischere Hölzer gelten Kiefer, Fichte und Lärche. Und zuletzt gibt es natürlich noch die Farbe: Ahorn, Birke und Douglasie sind eher helle Holzsorten; Nussbaum, Mahagoni und Buche sind als dunkle bis rötliche Hölzer bekannt. Über den Holzfachhandelsportal HolzLand ist es möglich hier einen guten Überblick zu erhalten.
Ton in Ton: Die Einheit macht’s
Wer ein einheitliches Gesamtbild in seiner Wohnung kreieren möchte, kann sich am Bodenbelag orientieren. Die Möbel sollten so ausgewählt werden, dass ihr Farbton nur minimal von dem des Bodens abweicht. Wenn das nicht möglich ist, kann ein Teppich als Pufferzone dienen: Er schafft einen harmonischen Übergang zwischen den Möbeln und dem Bodenbelag.
Zur Not gibt es auch noch die Möglichkeit der Oberflächenbehandlung, um verschiedene Holzarten miteinander in Einklang zu bringen. Auch Amateure können mit Beize oder Öl eine beliebige Holzoberfläche verdunkeln, ohne dass es zu Komplikationen kommt. Schwieriger ist es umgekehrt.
Kontraste und Stilbrüche: Unterschiedliche Hölzer kombinieren
Um unterschiedliche Holzarten miteinander zu kombinieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein durchgehendes Farbkonzept kann genauso ansprechend wirken wie starke Kontraste. Manchmal finden sich schon innerhalb einer einzelnen Holzsorte wie zum Beispiel Eiche so viele verschiedene Farbtöne, dass sich interessante Kontraste erzeugen lassen. Generell sollte es jedoch bei zwei bis drei Nuancen bleiben, denn zu viele Töne wirken unruhig.
Wer durch verschiedene Maserungen einen Kontrast aufbauen möchte, sollte sich in Acht nehmen: Sind die Zeichnungen zu unterschiedlich, entsteht schnell eine Spannung im Raum, die niemanden zur Ruhe kommen lässt. Ahorn, Nussbaum und Walnuss sind beispielsweise Holzarten mit einer sehr bewegten Optik, bei der länger überlegt werden sollte, womit sie harmonieren.
Zuletzt ist es wichtig, durch das richtige Konzept eine Einheit zu schaffen. So funktionieren beispielsweise verschiedene Maserungen miteinander, wenn es sich um den gleichen Farbton handelt, und umgekehrt. Auch stilistische Ähnlichkeiten können eingesetzt werden. Funktioniert nichts von Beidem, lautet die Lösung „weiß“: Möbelstücke und Wände in dieser Farbe haben eine harmoniefördernde Wirkung und passen einfach zu allem.