Spülkasten entkalken – Schritt-für-Schritt

In vielen Teilen Deutschlands ist die Wasserhärte hoch, daher ist das Spülkasten entkalken nahezu Pflicht . Das kann dazu führen, dass Wasserkocher, Waschmaschinen und andere mit Leitungswasser in Kontakt tretende Haushaltsgeräte schneller verkalken. Auch die Toilette ist oft davon betroffen. Hier sollte man besonders den Spülkasten entkalken.

Das sieht man ganz einfach an dem braun-gelben oder weiß-grauen Rand, der sich auf Höhe des stehenden Wassers in der Toilettenschüssel absetzt: ein klarer Fall von Kalkstein. Hinzu kommen Sand- und Schmutzpartikel aus dem Grundwasser, aus dem das Leitungswasser gespeist wird, und die sich in Toilettenschüssel und Spülkasten absetzen können. Grundsätzlich ist das kein Problem. Man muss eben regelmäßig die Toilette putzen und den Spülkasten entkalken. Am besten mit einem kalklösenden Toilettenreiniger.

Wenn das Wasser in der Toilette aber von selber durchfließt, ist das ein Zeichen, dass auch der Spülkasten, genauer gesagt die Führung, von Kalkablagerungen und Verschmutzungen betroffen ist. Ist bekannt, dass das Leitungswasser in der entsprechenden Wohngegend besonders hart ist, lohnt es sich, den Spülkasten zu entkalken und in regelmäßigen Abständen zu reinigen – nämlich mindestens alle zwei Jahre. Läuft das Wasser bereits durch, ist es höchste Zeit, etwas dagegen zu tun!

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Geeignete Reinigungsmethoden zum Spülkasten entkalken

  • Essigessenz: Sie wird gerne auch für die sanfte Entkalkung von Wasserkochern und Spülmaschinen sowie zum Spülkasten entkalken verwendet, da sie keine Chemikalien enthält. Der Nachteil ist, dass ihre kalklösende Wirkung eher schwach ist und sie deshalb nur bei schwacher Verkalkung oder bei der Vorbeugung von Verkalkungen angewendet werden sollte.
  • Zitronensäure: Sie ist in Drogerien in Pulver- und Flüssigform erhältlich, ist ebenfalls ein natürlicher Entkalker, hat aber eine stärkere Wirkung als Essigessenz und kann deshalb auch für mittlere bis starke Verschmutzungen und Verkalkungen verwendet werden.
  • Kalklösendes Reinigungsmittel: Handelsübliche Reiniger, die speziell für die Entfernung von Kalkstein entwickelt wurden, sind ebenfalls wirkungsvoll, meist jedoch teurer als Hausmittel.
  • Antikalk-Tabs: Ebenfalls im Supermarkt erhältlich sind diese Tabs, die neben ihrer Wirkungskraft außerdem durch eine kinderleichte Dosierung überzeugen.

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Spülkasten entkalken – Schritt für Schritt

Freistehende Spülkästen sind ganz einfach zu öffnen – eingebaute nicht so sehr! Bevor man also die Verkleidung öffnet, um den Spülkasten entkalken zu können, sollte man sich vergewissern, dass man die nötigen Materialien hat, um die Öffnung hinterher wieder zu schließen. Dabei kann es sinnvoll sein, die Verkleidung nicht wieder vollständig zu schließen, sondern eine abnehmbare Verkleidung einzubauen, damit man es beim nächsten Mal, wenn man an den Spülkasten entkalken muss, einfacher hat. So entkalkt man einen Spülkasten:

  1. Bei Stand-Toiletten aus Keramik kann der Spülkasten-Deckel ganz einfach abgehoben werden. Kunststoff-Deckel sind meist ebenfalls nur aufgesteckt und können vorsichtig abgezogen werden.
  2. Um die Spülmechanik zu entfernen, muss der Arm vom Schwimmer zum Einlassventil ausgehangen und der Schwimmer herausgenommen werden. Anschließend löst man die Mutter, die das Ventil am Spülkasten befestigt, und nimmt das Ventil heraus. Wenn die Gummidichtungen des Ventils oder des Schwimmers hart oder porös sind, sollten sie ausgetauscht werden.
  3. Nun sollten diese Teile in einem Eimer, der mit Wasser und einem der oben beschriebenen Entkalker gefüllt ist, einige Stunden lang eingeweicht werden. Mit einer weichen Drahtbürste kann dann der eigentliche Spülkasten von innen gereinigt werden.
  4. Eine weitere Prüfung der Dichtungen zeigt, ob diese wirklich noch einsetzbar sind. Das Außengewinde des Schlauchs kann bei Bedarf auch mit Hanf abgedichtet werden. Jetzt werden die entkalkten Einzelteile wieder in den Spülkasten eingesetzt und gut befestigt.

Vorbeugen durch geeignete Methoden zum Spülkasten entkalken

Wenn das Leitungswasser in der Wohngegend besonders hart ist, kann es sich lohnen, ein Wasserenthärtungssystem zu installieren. Bevor jedoch eine so drastische Maßnahme angewendet wird, sollte man sich fragen, ob man eine Verkalkung nicht auch auf andere Wege reduzieren kann. Hat beispielsweise die Toilette einen Wasserstopp? Durch ihn kann eine Verkalkung nicht nur verzögert werden, da weniger Wasser durchgelassen wird, man kann nebenbei auch noch Wasser und somit Kosten sparen.

Fazit: Die Toilette putzen ist ganz einfach – sie zu entkalken allerdings auch! Dieser Schritt-für-Schritt Ratgeber zeigt, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, wenn man den Spülkasten entkalken  muss. Ob man dafür zu einem Hausmittel oder einem handelsüblichen Reiniger greift, ist jedem selbst überlassen!

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